NRW-Lokales | 12.09.2026. Musiksommer, Kartoffelmarkt und Pannekaukenfest: Auch am kommenden Sonntag müssen Shoppingfans in NRW nicht auf ihren Bummel verzichten. In 30 Kommunen öffnen die Geschäfte ihre Türen. Wo verkaufsoffener Sonntag in NRW am 13.09.2026 ist und welches Rahmenprogramm dazugehört, zeigt dieser Überblick.
Auch in der zweiten Septemberwoche bleibt der verkaufsoffene Sonntag in Nordrhein-Westfalen eine gute Option. Jede Kommune darf pro Jahr nur eine überschaubare Anzahl solcher Termine ausrufen, und ohne einen konkreten Anlass wie ein Fest oder einen Markt geht dabei nichts.
Am 13. September 2026 nutzen 30 Städte diese Möglichkeit – etwas weniger als am Wochenende zuvor, aber immer noch genug für einen ganzen Katalog an Ausflugszielen. Die spannende Frage bleibt dieselbe: Wohin lohnt sich der Weg, und was lässt sich außer dem Einkaufsbummel noch erleben?
Ein Überblick über die Städte, Feste und Öffnungszeiten – kompakt zusammengefasst und mit den wichtigsten Fakten geprüft.
Inhaltsverzeichnis
ToggleVerkaufsoffener Sonntag in NRW am 13.09.2026 – die Städte im Überblick
Am kommenden Sonntag dürfen die Geschäfte unter anderem in diesen Orten öffnen (alphabetisch):
- Attendorn
- Bad Wünnenberg
- Bergisch Gladbach
- Bochum
- Borken
- Drensteinfurt
- Duisburg (Hochemmerich)
- Dülmen
- Düsseldorf (Eller & Kaiserswerth)
- Essen (Kettwig & Kupferdreh)
- Gevelsberg
- Havixbeck
- Heiligenhaus
- Hückeswagen
- Kamen
- Korschenbroich
- Krefeld (Fischeln)
- Köln (Neuehrenfeld & Porz)
- Lügde
- Meschede
- Minden
- Oberhausen (Schmachtendorf)
- Pulheim
- Rietberg
- Rosendahl
- Schwerte
- Sprockhövel (Niedersprockhövel)
- Telgte
- Wassenberg
- Wesel
Wer spontan losziehen will, hat damit von den Fahrgeschäften auf der Kirmes bis zum Musikfest gleich mehrere Ziele mit passendem Rahmenprogramm zur Auswahl.
Verkaufsoffener Sonntag in NRW 2026 – Termine, Regeln und Städte
Bochum: Musiksommer mit mehr als 1.000 Künstlerinnen und Künstlern
Den größten kulturellen Rahmen bietet in dieser Woche zweifellos Bochum: Vom 11. bis 13. September verwandelt der Bochumer Musiksommer die Innenstadt unter dem Motto „umsonst und draußen“ in eine Open-Air-Bühne.
Auf sieben großen Bühnen und weiteren Spielstätten treten mehr als 1.000 Musikschaffende auf – das Programm reicht von Klassik und Jazz über Chormusik bis zu elektronischer Tanzmusik und Pop. Zu den angekündigten Namen zählen Philine Sonny, Banda Senderos, ATB und die Mighty Oaks.
Auch für Familien ist gesorgt: Auf dem Husemannplatz bietet die TOGGO Tour Spielangebote für Kinder, während am Kugelbrunnen rund 15 Kunsthandwerker ihre Arbeiten zeigen. Auf dem Boulevard rundet ein Winzerfest mit Weinen, Sekt und regionalen Spezialitäten das Wochenende ab.
Öffnungszeiten in Bochum
Zusätzlich zum Musikprogramm können Besucher am Sonntag von 13 bis 18 Uhr durch die Innenstadt bummeln.
Schwerte: Pannekaukenfest mit Live-Bands und Reibekuchen-Wettstreit
In Schwerte dreht sich das Wochenende vom 11. bis 13. September um das traditionsreiche Pannekaukenfest. Rund um Postplatz, Alte Post sowie Rathaus- und Bahnhofstraße verwandelt sich die Innenstadt in eine Festmeile.
Den Auftakt macht am Freitagabend die Band „More Cowbell“, bevor am Samstag unter anderem „Stifler’s Mom“ und die Schwerter Kultband „KRASS“ für Stimmung sorgen. Am Sonntag folgen weitere musikalische Beiträge, darunter die Big Band der Musikschule Schwerte und die Tanzschule Thiele.
Im Zentrum des Festes stehen die namensgebenden Pannekauken beziehungsweise Reibekuchen, die an mehreren Ständen frisch zubereitet werden – inklusive eines Wettbewerbs um den besten Reibekuchen der Stadt. Kinderattraktionen, Kunsthandwerker und ein Craftbeer-Markt ergänzen das Programm.
Öffnungszeiten in Schwerte
Der verkaufsoffene Sonntag lädt von 13 bis 18 Uhr zum Bummel durch die festlich geschmückte Innenstadt ein.
Zwei Traditionsmärkte: Kamen und Dülmen
Gleich zwei Städte setzen am zweiten Septemberwochenende auf historische Märkte mit langer Tradition.
Beim Hansemarkt in Kamen verwandelt sich der Marktplatz am 12. und 13. September in eine mittelalterliche Erlebniswelt. Rund 50 Stände bieten historisches Handwerk und kulinarische Spezialitäten, während Kinder bei Mitmachaktionen selbst Handwerkstechniken ausprobieren können. Ritterkämpfe und eine Feuershow am Samstagabend runden das Programm ab.
In Dülmen lockt zeitgleich der traditionelle Kartoffelmarkt in die Innenstadt: Mehr als 120 Ausstellerinnen und Aussteller zeigen von 10 bis 18 Uhr Kunsthandwerk und handgefertigte Produkte, ein niederländischer Blumen- und Pflanzenmarkt auf der Coesfelder Straße sorgt für zusätzliche Farbe.
Öffnungszeiten in Kamen und Dülmen
An beiden Orten öffnen die Geschäfte am Sonntag von 13 bis 18 Uhr.
Weitere Ziele: von Bergisch Gladbach bis Minden
Auch abseits der genannten Schwerpunkte lohnt ein Blick auf die übrigen Städte. In Bergisch Gladbach steht vom 11. bis 13. September das Stadt- und Kulturfest am Konrad-Adenauer-Platz im Mittelpunkt, mit Live-Musik, Tanzgruppen, DJ-Auftritten und einer Vereinsmeile.
Für Kinder gibt es Karussell, Bungee-Trampolin und weitere Mitmachangebote, eine Foodmeile sorgt fürs leibliche Wohl. Sportlich wird es am Freitagabend beim 29. BELKAW-Stadtlauf.
Ergänzt wird das Angebot durch Städte wie Attendorn, Meschede, Minden, Wesel, Krefeld oder Oberhausen, in denen der Einkaufsbummel meist mit lokalen Herbst- und Stadtfesten verbunden ist.
An all diesen Orten öffnen die Geschäfte jeweils von 13 bis 18 Uhr.
Verkaufsoffener Sonntag in NRW am 13.09.2026: Warum wieder so viele Kommunen mitziehen
Auffällig bleibt die Bandbreite der teilnehmenden Orte – von der Großstadt Köln bis zur Kleinstadt Lügde. Gemeinsam ist den meisten: Im Hintergrund steht ein Stadtfest, ein Markt oder ein kulturelles Ereignis, das den rechtlichen Anlass liefert.
Für viele Kommunen ist der verkaufsoffene Sonntag mehr als nur ein zusätzlicher Verkaufstag. Er bringt Besucherinnen und Besucher aus der Region in die Innenstädte, sorgt für überregionale Aufmerksamkeit und stärkt das lokale Vereins- und Kulturleben.
Dass erneut ein Großteil der Kommunen an einem gemeinsamen Wochenende öffnet, hängt auch mit dem Kalender zusammen: Der Spätsommer ist traditionell die Hochphase für Stadt-, Ernte- und Herbstfeste in Nordrhein-Westfalen.
Die Rechtslage kurz erklärt
In NRW gilt an Sonntagen grundsätzlich die Ladenruhe. Ausnahmen sind nur erlaubt, wenn ein sachlicher Grund vorliegt – etwa ein Stadtfest, ein Markt oder eine vergleichbare Veranstaltung.
Grundlage dafür ist das Ladenöffnungsgesetz NRW (LÖG NRW), das jeder Kommune pro Jahr nur eine begrenzte Zahl solcher Sonntage zugesteht. Ein reines Umsatzinteresse des Einzelhandels reicht als Begründung ausdrücklich nicht aus.
Die jeweilige Stadt muss den Anlass öffentlich machen und rechtzeitig ankündigen, zudem gilt für die Öffnung meist ein zeitliches Limit von 13 bis 18 Uhr.
Verkaufsoffener Sonntag in NRW am 13.09.2026 – Tipps für den Bummel
Ein paar einfache Hinweise machen den Sonntagsausflug entspannter:
- Frühzeitig starten: An Tagen mit Stadtfest sind Parkplätze in den Innenstädten erfahrungsgemäß schnell knapp.
- Auf das Gebiet achten: Die Genehmigung gilt meist nur für bestimmte Straßenzüge rund um die jeweilige Veranstaltung, nicht für die gesamte Stadt.
- Öffentliche Verkehrsmittel prüfen: Busse und Bahnen fahren an verkaufsoffenen Sonntagen in der Regel nach dem normalen Sonntagsfahrplan.
- Aktuelle Infos einholen: Programme und Termine können sich kurzfristig ändern.
Ein kurzer Blick auf die Website der jeweiligen Stadt oder des Veranstalters lohnt sich daher immer, bevor es losgeht.
Auch ein Blick auf die Flohmärkte lohnt sich
Wer nicht gezielt shoppen, sondern lieber stöbern möchte, wird am 12. und 13. September zusätzlich auf zahlreichen Flohmärkten in NRW fündig – etwa passend zu den Stadtfesten in Bochum oder Schwerte.
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Verkaufsoffener Sonntag in NRW am 13.09.2026 – Fazit
30 Städte klingen zunächst nach einer reinen Zahl, doch dahinter steckt eine große Vielfalt an Anlässen und Stimmungen – vom Musiksommer in Bochum über den Kartoffelmarkt in Dülmen bis zum Hansemarkt in Kamen.
Wer sich für den 13. September einen Ausflug überlegt, sollte deshalb nicht nur die Öffnungszeiten im Blick behalten, sondern auch das Programm drumherum. Genau das macht aus einem gewöhnlichen Einkaufsbummel meist einen ganzen Tagesausflug.
Ob Reibekuchen-Wettbewerb in Schwerte, mittelalterliches Treiben in Kamen oder Open-Air-Konzerte in Bochum: Jede Stadt setzt an diesem Sonntag ihren eigenen Akzent – und genau deshalb lohnt sich mehr als nur ein Blick auf die Liste.
Quellen: Ruhr Nachrichten, 12.09.2026; Städte und Kommunen NRW, 2026; Ladenöffnungsgesetz NRW (LÖG NRW), u.a.
Bildquelle: picture alliance/dpa (Symbolbild)