NRW-Fußballer bei der WM 2026 – diese Spieler stammen aus Nordrhein-Westfalen

NRW-Fußballer bei der WM 2026 – diese Spieler stammen aus Nordrhein-Westfalen

NRW-Sport | 11.06.2026. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat begonnen – und NRW ist mittendrin. Gleich acht NRW-Fußballer bei der WM 2026 stammen aus Nordrhein-Westfalen, mehr als aus jedem anderen Bundesland. Das lohnt einen genaueren Blick.

Ab heute Abend läuft die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko – mit dem Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Mexiko und Südafrika fiel der Startschuss für das größte Fußballereignis der Welt.

NRW-Fußballer bei der WM 2026 – vom Ruhrgebiet bis nach Ostwestfalen

Deutschland tritt am kommenden Sonntag zum Auftakt gegen WM-Neuling Curaçao in Houston an, Anstoß ist um 19 Uhr. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat dafür ein 26 Spieler starkes Aufgebot zusammengestellt.

NRW ist darin so präsent wie kaum ein anderer Flecken Deutschland. Vom Ruhrgebiet über das Rheinland bis nach Ostwestfalen: Die Geburtsstädte lesen sich wie eine Reise durch das bevölkerungsreichste Bundesland.

Das ist kein Zufall – NRW ist seit Jahrzehnten einer der produktivsten Ausbildungsstandorte im deutschen Fußball.

Acht NRW-Spieler im deutschen WM-Kader 2026 – ein Rekord

Kein anderes Bundesland schickt mehr Geburtsortskinder ins deutsche WM-Aufgebot als NRW.

Damit stellt das Land fast ein Drittel des gesamten Kaders – ein starkes Zeichen für die Tiefe der Fußballkultur in der Region.

Die acht Spieler aus NRW im Überblick

  1. Manuel Neuer – geboren in Gelsenkirchen (Torwart, FC Bayern München)
  2. Alexander Nübel – geboren in Paderborn (Torwart, VfB Stuttgart)
  3. Malick Thiaw – geboren in Düsseldorf (Innenverteidiger, Newcastle United)
  4. Leon Goretzka – geboren in Bochum (Mittelfeld, FC Bayern München)
  5. Leroy Sané – geboren in Essen (Flügel, Galatasaray Istanbul)
  6. Florian Wirtz – geboren in Pulheim bei Köln (offensives Mittelfeld, FC Liverpool)
  7. Assan Ouédraogo – geboren in Mülheim an der Ruhr (Mittelfeld, RB Leipzig)
  8. Kai Havertz – geboren in Aachen (Offensiv-Allrounder, FC Arsenal)

Die NRW-Spieler im Detail – Rollen, Karrieren, Erwartungen

Wer diese sieben Spieler sind und was sie ins Turnier mitbringen, lohnt sich, genauer angeschaut zu werden.

Einige sind gestandene Weltklasseprofis, andere gerade dabei, auf der großen Bühne ihre Visitenkarte abzugeben.

Florian Wirtz – das Gesicht einer Generation

Wer aktuell den deutschen Fußball verkörpert, ist Florian Wirtz.

Der 23-Jährige aus Pulheim bei Köln wechselte im Sommer 2025 für eine Rekordsumme zum FC Liverpool. Beim FC Köln begann seine Ausbildung, bei Bayer Leverkusen wurde er zum Nationalspieler und Deutschen Meister.

2025 wurde Wirtz zum Fußballer des Jahres in Deutschland gewählt. An ihm und Jamal Musiala hängen die größten Hoffnungen bei dieser WM.

Kai Havertz – der Unterschiedsspieler aus Aachen

Kai Havertz wuchs in Aachen auf, wurde bei Bayer Leverkusen zum Nationalspieler und spielt heute für den FC Arsenal.

Er gilt als einer der vielseitigsten Offensivspieler im deutschen Kader – torgefährlich, spielintelligent, auf mehreren Positionen einsetzbar – und ist bei der WM gesetzt.

Manuel Neuer – die Legende aus Gelsenkirchen ist zurück

Manuel Neuer, aufgewachsen auf Schalke, tritt nach seinem Rücktritt nach der EM 2024 noch einmal für Deutschland an.

Der 40-Jährige ist das erfahrenste Gesicht im Aufgebot – und seine Rückkehr war eine der meistdiskutierten Entscheidungen der Nominierung.

Leroy Sané, Leon Goretzka, Malick Thiaw, Alexander Nübel

Leroy Sané aus Essen bringt nach einer Saison in der Türkei Tempo und internationale Erfahrung auf dem Flügel mit. Leon Goretzka aus Bochum ist das klassische Mittelfeld-Arbeitstier – robust, zweikampfstark, zuverlässig.

Malick Thiaw, in Düsseldorf geboren, hat sich bei Newcastle United zu einem der stabilsten deutschen Innenverteidiger entwickelt. Alexander Nübel aus Paderborn ist als dritter Torhüter ins Aufgebot gerückt – hinter Neuer und Oliver Baumann.

Assan Ouédraogo – Mülheim an der Ruhr stellt den jüngsten NRW-Vertreter

Assan Ouédraogo aus Mülheim an der Ruhr ist mit 20 Jahren das jüngste Gesicht im deutschen WM-Kader – und er kam auf Umwegen dazu.

Als Lennart Karl kurz vor dem Turnier mit einem Muskelbündelriss ausfiel, rückte der Mittelfeldspieler von RB Leipzig nach. Sein Geburtsort macht ihn zum achten NRW-Vertreter im Aufgebot.

Ouédraogo begann beim FC Schalke 04, feierte im November 2025 sein A-Länderspieldebüt – direkt mit einem Tor – und wechselte dann zu RB Leipzig. Ob er zur Startelf gehört, ist offen; sein Talent ist es nicht.

NRW als Fußball-Talentschmiede – kein Zufall, sondern System

Dass acht der deutschen WM-Spieler aus NRW stammen, hat strukturelle Gründe.

Das Bundesland vereint eine ungewöhnliche Vereinsdichte mit einer tief verwurzelten Fußballkultur, die sich über Generationen weitergegeben hat.

Was NRW als Ausbildungsstandort besonders macht:

  • Vereinsdichte: BVB, Schalke, Leverkusen, Köln, Mönchengladbach, Düsseldorf – nirgendwo gibt es mehr Nachwuchsleistungszentren auf so engem Raum.
  • Breite Basis: Mehr als 18 Millionen Einwohner bedeuten mehr Kinder, die Fußball spielen – und damit statistisch mehr Talente.
  • Tradition der Arbeitsstädte: Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund – der Fußball ist hier kulturell tief verankert, er gehört zum Alltag vieler Familien.
  • Förderinfrastruktur: Die Nachwuchszentren von Leverkusen und Dortmund gehören zu den renommiertesten Deutschlands – und ziehen Talente aus der ganzen Region an.

Laut der offiziellen DFB-Kadernominierung stammen 19 der 26 deutschen WM-Spieler aus Bayern, Baden-Württemberg oder NRW – und NRW ist dabei das Bundesland mit den meisten Spielern.

Fazit: NRW schickt seine Besten – und die WM könnte ihnen gehören

Acht Spieler aus NRW bei einer WM – das ist mehr als eine Statistik. Es zeigt, dass das Bundesland nicht nur Industriegeschichte schreibt, sondern auch Fußballgeschichte. Mit Wirtz und Havertz hat NRW gleich zwei der absoluten Schlüsselspieler dieser Mannschaft hervorgebracht.

Wenn Deutschland am 14. Juni in Houston pfeift, dürfen NRW-Fans besonders genau hinschauen – sie haben allen Grund dazu.

Quellen: DFB – Deutscher Fußball-Bund, offizielle Kadernominierung WM 2026, Mai 2026; nationalmannschaft.net, Analyse der Geburtsorte im deutschen WM-Kader 2026, Mai 2026.

Bildquelle: Md Jawadur Rahman / Pexels

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